Cannabis gilt in Deutschland als am stärksten verbreitete Droge und wird daher als so genannte Einstiegsdroge bezeichnet. Beim Rauchen (umgspr. Joint/Tüte) des, aus harzhaltigen Teilen der Hanfpflanze bestehenden, Marihuanas wird der Hauptwirkstoff Tetrahydrocannabinol (kurz THC) durch die Lunge aufgenommen, der zu Bewusstseinsveränderungen führt. Bei anderen Arten des Konsums, z.B. in Gebäck als so genannte Space-Cookies, setzt die Wirkung, (hier bedingt durch die Verdauung) verzögert ein.
Vor ca. 2400 Jahren wurde erstmals über die Anwendung in Indien, unter anderem zur Schmerzlinderung, berichtet, obwohl Hanf in China sogar schon vor 5000 Jahren angebaut wurde. Um 1700 wurde die Wirkung von Cannabis auch in Europa bekannt und einerseits in literarischen, andererseits in medizinischen Kreisen genutzt. Im 19. Jahrhundert wurde es überwiegend in der Medizin verwendet.
1937 wurde es schließlich (eher aus wirtschaftlichen Gründen) verboten. In einigen Ländern ist der Konsum und teilweise auch der Besitz von geringen Mengen erlaubt bzw. wird geduldet. Zum Ende des 20. Jahrhunderts übertraf die Anzahl der Konsumenten bei Weitem die, der in den 1970er Jahren verzeichneten. Besonders unter Jugendlichen ist die Droge innerhalb der letzten Jahrzehnte immer beliebter geworden. Cannabis und die Legalisierung des Konsums wird ist viel diskutiert; die Wirkungen (und Auswirkungen) von THC sind umstritten.
In der Medizin wird der reine Wirkstoff THC, vor allem bei Krebs und Autoimmunerkrankungen, bis heute verwendet.